Ein Rückblick

Was von dem ehemaligen Kinderheim "Tomo-Ni" in Ghana übriggeblieben ist, ist eine Rasselbande von wunderbaren großen und kleinen Kindern, die wir ehemaligen Volontäre sehr ins Herz geschlossen haben. Daher haben wir es uns zum Ziel gesetzt, nach der Schließung des Heims für die ehemaligen Bewohner von Tomo-Ni zu sorgen.Das bedeutet in erster Linie die finanziellen Mittel für Schulbildung, Nahrung, Unterkunft, ärztliche Versorgung und Kleidung aufzubringen, aber auch den Kontakt zu den Kindern zu pflegen und sicherzustellen, dass es ihnen gut geht.

Aber zurück zum Ursprung: Im Jahr 1997 wurde das Kinderheim "Tomo-Ni" von deutschen Initiatoren in Obomeng gegründet und noch im selben Jahr eröffnet. Obomeng ist ein friedliches und ruhiges Dörfchen auf einem Hochplateau in der Kwahu-Region etwa 200 km von der Hauptstadt Accra entfernt. Ein schöner Ort, an dem Straßen- und Waisenkinder aus besonders ärmlichen Familienverhältnissen nicht nur ein neues Zuhause fanden, sondern darüber hinaus auch die Chance erhielten, die Schule besuchen zu können oder Unterstützung bei der Finanzierung einer Ausbildung fanden. Viele der Bewohner, wie Ruth beispielsweise, verbrachten lange Zeit dort oben auf dem Berg in Tomo-Ni, vom Kleinkind- bis ins Jugendalter...

"Togetherness"(dt.: Zusammenhalt) bedeutet Tomo-Ni, erklären die Kinder, wenn sie nach der Bedeutung des merkwürdig klingenden Namens gefragt werden. Die Hochs und Tiefs, welche den Jahren nach der Gründung folgten, haben sie alle zusammen durchlebt und dem Namen des Heims somit einen echten Inhalt gegeben.

Heute gibt es das Heim nicht mehr. Was war passiert? Es war ein Zusammenspiel aus politischen, finanziellen und personellen Umbrüchen, die letztendlich zur Schließung des Heims geführt haben. Dagegen war am Ende jeder Kampf vergeblich. Es blieben die damals etwa 20 Kinder und Jugendlichen, für die das Kinderheim über all die Jahre ein Zuhause gewesen war. Ein schwieriger Schritt ins Ungewisse und viele Veränderungen für die "Children of Tomo-Ni" folgten.

Mittlerweile leben die meisten Kinder bei Bekannten, Freunden oder besuchen eine Schule mit Unterkunft. Leider nicht alle Kinder unter guten Bedingungen...

Hier wollen wir als Verein ansetzen. Die Kinder haben uns damals erklärt, was "Tomo-Ni" bedeutet, jetzt wollen wir "unsere" Kinder bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen unterstützen und so deutlich machen, dass wir verstanden haben, was sie uns über "Togetherness", den Zusammenhalt, erzählt haben.

Um über zwanzig Kinder in zufriedenstellender Weise zu versorgen, brauchen wir selbst Unterstützung. Deshalb haben wir diesen Verein gegründet.

Wir bedanken uns im Voraus bei allen, die den Verein unterstützen möchten:

"Medawase", so sagt man in Ghana "Danke"...